Freebet ohne Einzahlung bei Sportwetten: Was von den 50 € übrig bleibt
Wer nach einem Freebet ohne Einzahlung sucht, sucht in Wahrheit nach einem Geschenk. Die österreichische Rechtslage kennt keines. Es gibt kein Gesetz, keine Verordnung und keine Aufsichtsbehörde, die einem Wettanbieter vorschreibt, einem Neukunden ohne Einzahlung eine Freiwette hinzustellen. Was es gibt, sind Aktionsbedingungen: Umsatz, Mindestquote, Frist, Einsatzhöhe, Ausschluss einzelner Zahlungsarten. Diese Bedingungen sind der eigentliche Inhalt des Angebots, und wer sie nicht liest, liest gar nichts.
Stand: Oktober 31, 2026. Die Angaben zu den Bewilligungen wurden gegen die Impressen, Wettordnungen und Spielerschutz-Seiten der genannten Anbieter geprüft.
Ein Freebet ohne Einzahlung ist in Österreich also nicht die Ausnahme, sondern die Regel, die keine Regel hat. Jeder Anbieter schreibt seine eigene. Genau darin liegt die Entscheidung, die einem niemand abnimmt: nicht, ob es ein Gratisangebot gibt, sondern welcher Weg zu welchem Spieler passt.
Warum in Österreich keine Behörde ein Freebet genehmigt
Die wichtigste Tatsache über Sportwetten-Boni in Österreich ist die, dass es keine Tatsache über sie gibt — jedenfalls keine gesetzliche. Wer eine Gratiswette sucht und dabei annimmt, irgendwo sitze eine Aufsicht und habe Beträge, Umsatzfaktoren oder Mindestquoten festgelegt, irrt gleich doppelt. Erstens, weil Sportwetten in Österreich auf Bundesebene nicht als Glücksspiel gelten: Der klassische Sportwettkunde schließt nach Ansicht des Verwaltungsgerichtshofs eine Geschicklichkeitswette ab, die außerhalb des Glücksspielgesetzes steht. Zweitens, weil das Fehlen einer Bundesregel nicht durch eine Landesregel ersetzt wird. Die Länder regeln, wer Wetten annehmen darf — nicht, was ein Neukundengeschenk kosten darf.

Neun Länder, neun Wettgesetze, ein Flickenteppich
Österreich hat keine nationale Sportwetten-Konzession. Wer Wetten annehmen will, braucht eine Bewilligung nach dem Wettgesetz des jeweiligen Bundeslandes, und jedes der neun Länder hat sein eigenes Gesetz und seine eigene Behörde. Niederösterreich arbeitet mit dem NÖ Wettgesetz, Wien mit dem Wiener Wettengesetz, Oberösterreich mit dem Oö. Wettgesetz. Das ist kein Detail für Juristen. Es bedeutet für den Leser konkret, dass es keine nationale Liste bewilligter Buchmacher gibt, die man nachschlagen könnte, und keine Aufsichtsbehörde, die für alle Anbieter zugleich zuständig wäre. Wer prüfen will, ob ein Anbieter eine Bewilligung hat, muss in dessen Impressum oder in die Aufzeichnung des jeweiligen Landes schauen.
Der Begriff, auf den es dabei ankommt, ist die Bewilligung. Nicht Konzession — das ist der bundesrechtliche Begriff für Lotterien und Casinos und gehört nicht zu Sportwetten. Nicht Lizenz — das ist die Vokabel der Anbieter-Startseiten, die gerne vergessen, dass eine maltesische oder gibraltarische Erlaubnis keine österreichische ist.
Was zwei Anbieter als ihre Grundlage nennen
Zwei der zehn Anbieter, die im Abschnitt Der Vergleich der zehn Anbieter nach Bewilligungslage besprochen werden, machen ihre Grundlage so genau, dass sie sich nachprüfen lässt. tipp3 nennt in seinem Impressum das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020) und eine Bewilligung, die die NÖ Landesregierung mit Bescheid vom 10.12.2020 erteilt hat, unter der Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020. win2day nennt dieselbe Landesregierung als bewilligende Stelle und weist ausdrücklich darauf hin, dass die Sportwetten deshalb nicht den Bestimmungen des Glücksspielgesetzes und nicht der Aufsicht des BMF bzw. des Finanzamts Österreich unterliegen.

Der letzte Satz ist der aufschlussreichste auf der ganzen Seite. win2day betreibt Lotterie- und Casinospiele unter der bundesrechtlichen GSpG-Konzession und Sportwetten unter einer Landesbewilligung — zwei Regime, zwei Aufsichten, ein Anbieter. Wer Spielerschutz oder Steuerregeln mit den Sportwetten eines Anbieters vergleicht, muss zuerst klären, welches Regime er gerade betrachtet. Bei win2day liegt zwischen den beiden Angeboten eine andere Rechtsordnung, nicht bloß eine andere Produktkategorie.
Die 5 Prozent, die immer den Kunden treffen
Seit dem 1. April 2025 liegt auf jedem Wetteinsatz in Österreich eine Wettgebühr von 5 Prozent. Die Rechtsgrundlage ist § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 des Gebührengesetzes in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025; davor waren es 2 Prozent, seit dem 1. Oktober 2005. Bemessungsgrundlage ist der Einsatz selbst, und geschuldet wird die Gebühr von dem, der die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt — nicht vom Spieler. Das klingt nach einer Entlastung und ist keine.
Ein Beispiel, das tipp3 selbst rechnet, zeigt warum: Bei 10 € Einsatz und Quote 2,00 beträgt der Bruttogewinn 20 €, die Gebühr 1 €, der mögliche Gewinn bleibt bei 19 €. tipp3 gibt an, die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst zu tragen, bei gewonnenen 5 Prozent des Gewinns abzuziehen. Gewinne aus Cash-Outs sowie aus „ja/nein“- und „alle 7“-Wetten sind von diesem Abzug ausgenommen. Die Gebühr wird also nicht bei jedem Anbieter auf dieselbe Weise sichtbar, und ob und wie sie weitergegeben wird, entscheidet der Anbieter selbst. Wer eine Quote vergleicht, vergleicht damit immer zwei Dinge auf einmal: das Preisniveau und die Frage, wer die 5 Prozent trägt.
Was ein Spielerschutz in Österreich leisten kann — und was er einem selbst überlässt
Aus der föderalen Struktur folgt etwas Unangenehmes. Wer sich in Österreich beim Sportwetten selbst sperren will, sperrt sich nicht bei „den Sportwetten“, sondern bei einem Anbieter. Es gibt kein bundesweites Sperrregister für Sportwetten und keinen bundesweiten Einzahlungs- oder Verlustdeckel. Die Landessperren bestehen, aber je Land und je Anbieter. In Wien ist eine Aufhebung der Sperre nicht vor zwei Jahren möglich.
Die Glücksspielreform 2026, die am 14. Oktober 2026 noch ein Gesetzesentwurf war, würde ein Sperrregister und ein Limitregister schaffen — für Glücksspiel nach dem GSpG. Sportwetten stehen in keinem der beiden Register. Wer also annimmt, die Reform von morgen schütze ihn bei einer Livewette von heute, täuscht sich strukturiert.
Wo der Spielerschutz tatsächlich sitzt: in den Bedingungen des Anbieters
Es gibt keine gesetzliche Einzahlungsgrenze für Sportwetten in Österreich. Es gibt die Grenzen, die sich Anbieter selbst setzen. win2day etwa arbeitet mit einem Einzahlungslimit: bis zum Alter von 26 Jahren höchstens 250 € pro Woche, gerechnet Freitag bis Donnerstag, ab 26 Jahren höchstens 1.680 € pro Kalendermonat; auf Antrag lässt sich das individuell erhöhen, und Gewinne zählen nicht zum Limit. Das ist eine der wenigen belastbaren Zahlen im österreichischen Sportwettenschutz — und sie steht nicht in einem Gesetz, sondern in einer Wettordnung.
Der Unterschied ist praktisch, nicht akademisch. Ein gesetzliches Limit gilt überall und ohne Antrag. Ein Limit in einer Wettordnung gilt bei einem Anbieter und lässt sich auf Antrag anheben.
Sperren, Pausen und die eine Zahl, die bestätigt
tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten, bei der das Guthaben auf dem Konto bleibt, und eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren, bei der das Guthaben auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen wird. Beide sind nach dem Start nicht mehr aufhebbar. Das ist der einzige Gestaltungspunkt, an demische Anbieter mehr Härte zeigt als ein gesetzlicher Rahmen, der gar nicht existiert.
Der 18-Jährige, der in Wien oder Oberösterreich eine Wette abschließen will, ist volljährig nach dem, was die Länder vorsehen und was die Anbieter selbst als Altersgrenze angeben. Die Selbstsperre kann er dort lösen lassen — bei einem anderen Anbieter ist er nicht gesperrt. Bei einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung läuft ohnehin nichts von alledem gegen ihn; die Landessperren reichen nicht zu ihm. Das ist eine der unangenehmsten Konsequenzen der föderalen Ordnung, und sie gehört zu dem Bild, das sich jemand zeichnen muss, bevor er wählt.
Wer Boni nicht verbietet, verbietet auch die Höhe nicht
Es gibt in Österreich kein Werbeverbot und kein Zeitfenster für Sportwetten-Werbung; die Landessgesetze verlangen ein verantwortungsvolles Auftreten im Sinne einer Solvabilitäts- und Seriositätseinschätzung, etwa in § 18 Abs. 4 des Wiener Wettengesetzes. Ein Statut oder einen behördlichen Erlass zu Sportwetten-Boni gibt es nicht. Beträge, Umsatz und Mindestquoten stammen ausschließlich aus den Bedingungen der Anbieter. Genau deshalb ist die Frage nach der gesetzlichen Grundlage eines Bonus keine Frage nach einem Paragrafen, sondern nach einem Vertrag, den man mit dem Anbieter schließt.
Wer eine Einzahlung tätigt, geht eine Bringschuld ein, die auf der anderen Seite keine vergleichbare hat. Das ist die Stelle, an der das Wort „Gratis“ seinen Preis offenbart.
Von der Freiwette zum Bonusguthaben: was der Anbieter gibt und was der Kunde einbringt
Eine Freiwette ist kein Guthaben — und das ist keine Wortklauberei, sondern der Unterschied zwischen zwei Angeboten, die sich in der Geldbörse gleich anfühlen. Ein Bonusguthaben auf Einzahlung ist ein bestimmter Betrag, der an eine Einzahlung gekoppelt ist und dem Konto gutgeschrieben wird; eine Freiwette ist ein Wettenrecht in Höhe eines festgelegten Betrags. Das FreeBet-Angebot von win2day Sportwetten umfasst fünf FreeBets zu je 10 €, insgesamt 50 €, nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 €. Sie sind drei Jahre nutzbar, gelten nur für Einzelwetten und nicht für Systemwetten, müssen genau in Höhe des FreeBet-Betrags gesetzt werden und sind nicht auszahlbar.
Drei Jahre klingen nach einer sehr freundlichen Frist, und sie sind es auch — die meisten Sport-Erstboni in Österreich liegen bei 30 Tagen. Die Freiheit wärmt allerdings nur den, der ohnehin bleibt. Wer sein Konto nach drei Wochen ruhen lässt und nach acht Monaten wiederkommt, findet seine 10-€-Freiwetten noch vor; wer mit einem Anbieter nach der ersten verlorenen Wette nichts mehr zu tun haben will, hat wenig davon.
Der Einsatz, der im Gewinnfall verschwindet
Beim Freebet von win2day ist die Cash-Out-Funktion deaktiviert, wenn eine Wette als FreeBet gespielt wird, und der mögliche Gewinn ergibt sich aus Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz abzüglich des FreeBet-Einsatzes. Das deckt sich mit dem, was wettmarktüblich ist: Der Einsatz einer Freiwette wird im Gewinnfall nicht mit ausgezahlt. Wer 10 € Freiwette auf Quote 3,00 setzt, bekommt keine 30 €, sondern 20 €.
Diese eine Regel entscheidet über den Wert des Geschenks. Ein Freebet in Höhe von 10 € ist nicht 10 € wert. Es ist das wert, was von einem Gewinn nach Abzug des Einsatzes übrig bleibt — und das hängt an der Quote, nicht an der Kulanz des Anbieters. Wer die Freiwette auf eine Quote von 1,20 setzt, hat bei einem Treffer 2 € gewonnen. Wer sie auf 6,00 setzt, hat bei einem Treffer 50 € gewonnen und bei einem Fehlschlag nichts verloren außer der Freiwette. Der Markt, auf den die Freiwette gesetzt wird, bestimmt ihr Ergebnis in einem Maß, das die Überschrift „50 € FreeBet“ vollständig verschweigt.
Was ein Freebet im Durchschnitt einbringt
Der durchschnittliche Wert einer Freiwette lässt sich ausrechnen, bevor man einen Treffer oder einen Fehlschlag unterstellt. Der Grundgedanke: Weil der Einsatz im Gewinnfall nicht zurückgezahlt wird, ist nicht die Quote der Hebel, sondern die Quote minus eins. Bei einer Freiwette über 10 € auf einen Markt mit den Quoten 1,90 und 1,90 — ein Beispiel, keine ausgewiesene Quote eines Anbieters — ergibt sich eine Auszahlungsquote von 95 Prozent, eine Marge von 5 Prozent und ein durchschnittlicher Wert der Freiwette von rund 4,50 €.
Die Rechnung beruht darauf, dass ausschließlich der Freiwettbetrag gesetzt wird und keine weitere Wette dazukommt. Der gesamte Betrag des Gratisangebots von win2day umfasst bei denselben Marktbedingungen also ein Fünf- bis Sechsfaches dessen, was ein Euro-für-Euro-Vergleich nahelegt. Wer die Zahl 50 € liest und annimmt, sie sei 50 € wert, schätzt den Nutzen um mehr als das Doppelte falsch. Das macht die Freiwette nicht schlecht. Es macht sie zu einem Angebot, dessen Wert man im Kopf überschlagen sollte, bevor man sich anmeldet.
Der Vergleich der zehn Anbieter nach Bewilligungslage
Zehn Anbieter zur Auswahl zu stellen, ohne die Berechtigungsfrage an die erste Stelle zu setzen, wäre eine Reihenfolge ohne Bedeutung. Zwei Gruppen sind zu unterscheiden, und keine der beiden lässt sich in die andere umrechnen. Ob ein Haus eine Bewilligung nach einem Landesgesetz hat, war die Standardsortierung; wer eine Bewilligungspraxis nicht nachweist (die Aufsicht hat keine Liste), wird als Anbieter ohne österreichische Bewilligung geführt. Das ist keine Vorstufe zu illegal.
Die Reihenfolge folgt der Bewilligung zuerst. Danach entscheidet der Inhalt der Freebet-Aktion selbst: Höhe oder Fehlen, Fristen, ob ein Kunde ohne Bonustreppe bedient wird oder eine Aktionsbedingung mit begrenztem Zeitfenster bekommt — sowie, in zweiter Linie, wie sauber die Konditionen veröffentlicht sind. Manche Anbieter der zweiten Gruppe verweisen für Rechtsfragen auf eigene Bedingungen und liefern keine Angaben in der Aktionskommunikation; andere nennen weder Umsatzbedingungen noch Mindestquote.
Ein Dritter muss bei einer solchen Zusammenstellung immer bedacht werden: Ein Haus ohne österreichische Bewilligung darf sich selbstverständlich an österreichische Kunden wenden, und der Rechtsstatus hängt davon ab, von welchem Ort aus der Anbieter seine Daten bereitstellt. Der VwGH hat am 9.4.2026 (Ra 2025/02/0037) zum Oö. Wettgesetz bestätigt, dass die Bewilligungspflicht am Serverstandort anknüpft. Österreichische Behörden haben also eine Zuständigkeit, aber keinen Zugriff, und es werden auch keine Verlustrückforderungen ausgesprochen, anders als bei Casinos und Pokerräumen; Bußgelder wegen unbefugter Annahme von Wetten sind in Wien bis 22.000 € und in Oberösterreich bis 20.000 € vorgesehen. Das ist die Grenze, an der die Bewilligungsfrage praktisch wird.
Was in der Tabelle nachprüfbar ist und was nicht
Manche Anbieter veröffentlichen ihre Bewilligung so, dass ein Leser den Bescheid in der Hand halten könnte. Andere veröffentlichen eine Bewilligung ohne Land und ohne Bescheidnummer, und das ist weniger Belastbarkeit, nicht mehr. bei einem Anbieter steht hinter dem Eintrag eine Bescheidsangabe, die keinen Rückschluss auf die Behörde erlaubt. Wo die Bewilligung selbst nicht so publiziert wird, dass sie nachprüfbar wäre, bleibt der Eintrag eine Anbieterangabe.
Ein Hinweis zu den Firmennamen: Die Marke, die auf dem Wettschein steht, ist selten die Gesellschaft, die die Bewilligung hält. Hinter tipp3 steht die Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien, hinter win2day die Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H., hinter Admiral die ADMIRAL Sportwetten GmbH, hinter Vierklee die Vierklee Wettbüro GmbH.
| Anbieter | Österreichische Bewilligung | Betreiber bzw. angeführte Lizenz |
|---|---|---|
| tipp3 | Bewilligung der NÖ Landesregierung nach dem NÖ Wettgesetz, Bescheid vom 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020 | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. |
| win2day | Bewilligung der NÖ Landesregierung nach dem NÖ Wettgesetz; Sportwetten ohne GSpG-Unterstellung | Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H. |
| Admiral | Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz | ADMIRAL Sportwetten GmbH |
| Vierklee | Bewilligung der Tiroler Landesregierung, Zl. IIa.10.065/144-0 | Vierklee Wettbüro GmbH |
| Merkur Bets | Bewilligung nach einem Landesgesetz; Land und Bescheid nicht veröffentlicht | Betreiber nicht genannt |
| Starsportwetten | Bewilligung laut App-Beschreibung, Bescheid vom 8. März 2022; Land und Bescheidnummer nicht veröffentlicht | Star Sportwetten GmbH |
| Winz.io | keine österreichische Bewilligung | Tobique Gaming Commission 0000002; Anjouan ALSI-202508056-FI2 |
| Slotuna | keine österreichische Bewilligung | Anjouan ALSI-152406028-FI2 |
| 888sport | keine österreichische Bewilligung | Gibraltar |
| bet365 | keine österreichische Bewilligung | MGA/CRP/531/2018 (Malta Gaming Authority) |
Zwei Dinge an dieser Liste sind auffälliger als alles, was sie bestätigt. Erstens: Sechs der zehn Anbieter haben eine österreichische Bewilligung, aber kein einziger nennt ein Bundesland ohne eigenen, veröffentlichten Behördenbezeichner — bei Merkur Bets und Starsportwetten fehlen Land und Bescheidnummer, bei Vierklee fehlt die Behörde in der Kurzform, ist aber über die Zl. eingrenzbar. Für einen Leser, der die Behörde anschreiben will, ist das der Unterschied zwischen einem Adressaten und einem Formular. Zweitens: Vier Anbieter tragen eine ausländische Erlaubnis, und die ist keine österreichische Erlaubnis. Was man bei diesen vier nicht hat, ist ein nationaler Ansprechpartner für das Produkt.
Häufige Fragen
Muss ich für eine Freiwette immer einzahlen?
Das kommt auf den Anbieter an, aber bei den meisten österreichischen Wettangeboten ist eine kleine erste Einzahlung, oft schon ab 1 €, die Voraussetzung, um den Bonus oder die Freiwette zu aktivieren. Ein absolut bedingungsloses Angebot ohne jede Einzahlung ist in der Praxis kaum zu finden.
Sind Sportwetten in Österreich bundesweit geregelt?
Nein, es gibt keine einheitliche nationale Regelung. Sportwetten unterliegen den jeweiligen Landesgesetzen, weshalb sich Bestimmungen zu Bewilligungen oder Spielerschutz je nach Bundesland unterscheiden können. Eine bundesweite Aufsichtsbehörde oder ein einheitliches Sperrregister existieren für den Bereich der Sportwetten nicht.
Was bedeutet die Wettgebühr von 5 Prozent für mich?
Seit April 2025 fällt auf Wetteinsätze in Österreich eine Wettgebühr von 5 Prozent an. Wer diese Gebühr letztlich trägt — ob der Anbieter sie übernimmt oder vom Gewinn abzieht —, entscheidet jeder Buchmacher selbst. Es ist ratsam, bei einem Quotenvergleich stets zu prüfen, wie der jeweilige Anbieter mit dieser Gebühr umgeht.
Kann ich mich anbieterübergreifend sperren lassen?
Derzeit existiert kein österreichweites, anbieterübergreifendes Sperrregister für Sportwetten. Eine Selbstsperre wird in der Regel direkt bei dem jeweiligen Anbieter beantragt und wirkt auch nur in dessen System. Informieren Sie sich daher direkt beim Anbieter über die Möglichkeiten und Dauer einer Spielpause oder Selbstsperre.
Was passiert mit meiner Freiwette, wenn ich gewinne?
Wenn Sie eine Wette mit einer Freiwette gewinnen, wird der Einsatz der Freiwette in der Regel nicht ausgezahlt. Sie erhalten lediglich den Reingewinn (Gesamtquote mal Freiwett-Einsatz abzüglich des Einsatzes). Details zur Handhabung und zur Cash-Out-Funktion finden Sie immer in den spezifischen Aktionsbedingungen des Anbieters.
Zwischen den beiden Gruppen liegt die unbequemste Position der ganzen Liste. Ein Anbieter mit österreichischer Bewilligung, der für ein Neukundenangebot keine konkreten Bedingungen nennt, ist für den Leser schwerer einschätzbar als ein ausländischer Anbieter, der seine Umsatzfaktoren eindeutig publiziert. Vierklee wird laut Startseite unter der Lizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung betrieben und kündigt Neukunden einen Bonus von bis zu 100 € an; konkrete Bonusbedingungen nennt die Info-Seite nicht. Das ist unter Behördenaugen völlig in Ordnung. Für den Leser ist es die unangenehmste Sorte Angebot: eine Zahl ohne die Regeln, die sie einordnen. Wer dort abschließt, kennt den Betrag und nicht die Kosten, und die Kosten sind bei einem Bonus die einzige Zahl, die zählt.
Woran man erkennt, ob ein Bonus ohne Einzahlung ein Angebot ist oder eine Aufgabe
Wenn es ein Gratisgeschenk ohne Bedingung gäbe, wäre es eine Ware, um die sich der Empfänger nicht kümmern müsste. Es gibt sie nicht. Jede der Nummern mit einer Bewilligung koppelt die Freiwette an eine erste Einzahlung, an eine Frist, an eine Mindestquote, an die Wetteinsatz-Größe oder an die Kombiwetten-Anforderung. Die Frage ist selten, ob es Bedingungen gibt; sie ist fast immer, wie viele, und ob man sie erfüllen will.
Umsatzbedingung, Mindestquote, Frist — drei Regler, die zusammen wirken
Die Umsatzbedingung sagt, wie oft ein Betrag gesetzt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Bei Boomerang-Bet müssen Einzahlung und Bonus laut Klausel 12 für Kunden aus Österreich 5-mal umgesetzt werden; die Klausel listet Deutschland, Norwegen, Finnland und die Schweiz mit derselben Zahl, andere Länder mit 6-mal auf, während der Abschnitt „How to Release“ pauschal 6-mal nennt. Man könnte darüber hinweglesen. Ein Widerspruch in einer eigenen Klausel ist aber genau das, was einem bei einer Rückfrage begegnet, und es ist ein Argument, die Bedingungen vor der ersten Einzahlung auszudrucken oder abzuspeichern.
Die Mindestquote sagt, wie günstig oder ungünstig die Wette mindestens sein muss. Bei Boomerang-Bet liegt sie bei 1,50, bei Kombiwetten mindestens 1,50 je Auswahl; Slotuna verlangt 1,5 je Auswahl einer Kombiwette; Betovo nennt 1,59. Beträge derselben Größenordnung, aber mit unterschiedlichen Konsequenzen. Eine Mindestquote von 1,50 schließt einen Teil des Marktes aus, weil die große Mehrheit der Kurzpreis-Wetten — klarer Favorit im Fußball, die ersten beiden Sätze im Tennis — unter dieser Schwelle bleibt. Wer gern auf Favoriten setzt, zahlt die Umsatzbedingung mit einem schlechteren Preis als dem, den er sonst gespielt hätte.
Frist und Wetteinsatz wirken gegenläufig zur Mindestquote. Boomerang-Bet gibt wie Slotuna und Slotimo 30 Tage; pro Wette zählen bei beiden höchstens 50 € zum Umsatz. Hat ein Kunde einen Bonus in Höhe von 100 €, muss er bei einer Obergrenze von 50 € pro Wette mindestens einige Wetten abschließen. Wer die Zahl der nötigen Wetten hochrechnet, darf die Mindestquote und die Obergrenze aber nicht als getrennte Angaben lesen. Zusammen können sie dazu führen, dass ein Kunde über seine normale Einsatzgewohnheit hinausgeht oder die Umsatzbedingung nicht erfüllt und die Aktion verfällt.
| Anbieter | Art des Angebots | Auszahlungsgrenze | Mindestquote | Frist | Sonstiges |
|---|---|---|---|---|---|
| Boomerang-Bet | 100 % auf die erste Einzahlung | bis 100 €; für Österreich 200 € | 1,50, Kombi je Auswahl 1,50 | 30 Tage | Umsatz x5 laut Klausel 12; x6 laut „How to Release“; max. 50 € je Wette; Skrill/Neteller ausgeschlossen |
| Slotuna | Sport-Erstbonus | — | 1,5 je Kombi-Auswahl | 30 Tage | max. 50 € je Wette; Skrill/Neteller ausgeschlossen |
| Slotimo | 100 % auf die erste Einzahlung | bis 100 € | — | in der Regel 30 Tage | Mindesteinzahlung 20 € je Teilangebot; Reload 50 % bis 50 € |
| Betovo | 100 % auf die erste Einzahlung | bis 250 $ | 1,59 | — | Mindesteinzahlung 10 $; Umsatzangabe „Wette: 6“; nur Sport und Live-Sport |
| Golisimo | 100 % auf die erste Einzahlung | bis 100 € | — | — | daneben Krypto-Willkommensbonus 100 % bis 200 USDT |
| 888sport | 100 % auf die erste Einzahlung | bis 100 € | — | — | ab 18 Jahren; Bedingungen im App-Eintrag nicht ausgeführt |
| NEO.bet | Bonus plus Freiwetten | bis 100 € plus 25 € Freiwetten | — | — | Freiwetten nach App-Download und Registrierung; Bedingungen in den Promotionsbedingungen |
| BetLabel | 100 % auf die erste Einzahlung | bis 100 € | — | — | Bedingungen auf der Startseite nicht genannt |
| bets.io | Casino-Bonus, kein Sportbonus | 225 % bis 1 BTC plus 225 Freispiele | — | — | Angebot gilt für Casinospiele, nicht für Sportwetten |
| Bitz.io | Krypto-Casino mit Sportwetten | Prämien als Echtgeld, ohne Umsatzbedingung; „+20 % Freebet“ | — | — | gemeinsames Wallet für Slots, Live-Casino und Sportwetten |
| Winz.io | Krypto-Bonus ohne Umsatzanforderung | bis 10.000 $ oder 130 mBTC (Casino); 20 % tägliches Cashback | — | — | „Welcome Sports Bonus“ für über 30 Sportarten |
| Vierklee | Bonus auf die erste Einzahlung | bis 100 € | — | — | Bedingungen auf der Info-Seite nicht genannt |
| Merkur Bets | — | — | — | — | kein Neukundenangebot in den Angaben |
Der Unterschied zwischen dieser Liste und der ersten besteht darin, dass sie niemandem nützt, der nur die beworbenen Beträge liest. Zwei Zeilen mit zwei identischen Beträgen von 100 € können verschiedene Angebote sein: einmal mit einer Frist von 30 Tagen und einer Ausschlussklausel für Skrill und Neteller, einmal mit dem Vermerk, dass die Bedingungen im Eintrag nicht ausgeführt sind. Wer die Beträge vergleicht, vergleicht die einzige Zahl, die noch nichts aussagt.
Der Blick auf die beiden Gruppen zeigt noch etwas. Bei Bitz.io und Winz.io gibt es Bonusprogramme ohne Umsatzbedingungen, bei Bitz.io Prämien als Echtgeld und bei Winz.io 20 % tägliches Cashback; bei beiden handelt es sich um Krypto-Casino-Angebote, das Sportwetten-Welcome ist bei Bitz.io mit „+20 % Freebet“ überschrieben. Für jemanden, der das Wettschreiben nicht als Einzeltätigkeit betreibt, sondern als Teil eines breiteren Spiels, ist das eine andere Kategorie — nicht wegen des Preisniveaus, sondern weil ein Bonus ohne Umsatzbedingung eine andere Mechanik ist. Wer nur Sportwetten spielt, zahlt die Casino-Angebote nicht aus. Die Grenze verläuft hier nicht zwischen gut und schlecht, sondern zwischen „Angebot, das ich nutzen kann“ und „Angebot, das nicht meines ist“.
Wo die Bedingungen wirklich stehen — und warum der Wettschein nicht die Quelle ist
Die Umsatzbedingungen eines Sport-Erstbonus stehen nie auf der Startseite, immer in den Promotionsbedingungen, verlinkt oder als Info-Seite. Bei Boomerang-Bet, Slotuna, Slotimo und Betovo sind sie abrufbar; bei 888sport, NEO.bet, BetLabel und Vierklee werden konkrete Bonusbedingungen in den Angaben genannt, die für den Nutzer sichtbar sind, aber nicht ausgeführt. Wo die Bedingungen in den eigenen Angaben nicht ausgeführt werden, ist die Angabe ein Hinweis auf einen Anbieter ohne quantifizierte Konditionen, keine Belastung des Lesers mit einer Rechercheaufgabe. Man prüfe es in den Promotionsbedingungen. Ein Anbieter, der seine Promotionsbedingungen nicht auffindbar verlinkt, hat einen Grund dafür, und der Grund ist selten der Wunsch nach Klarheit.
Für Krypto-Anbieter kommt eine zweite Prüfebene dazu. Einzahlungen per Skrill und Neteller sind bei Slotuna und Boomerang-Bet nicht bonusberechtigt; bei Krypto-Anbietern ist die Bezahlung ohnehin eine andere. Wer sein Freebet über eine Zahlungsart plant, die nicht bonusberechtigt ist, bekommt das Angebot nicht — und erfährt es in der Regel erst nach der Einzahlung.
Was ein Freebet ohne Einzahlung heute noch ohne Einzahlung ist
Die Überschrift dieses Abschnitts ist der einzige Ort, an dem der Kernbegriff zusammen mit seiner Einschränkung steht: Es gibt kein Freebet ohne jede Einzahlung. Die fünf FreeBets zu je 10 € bei win2day hängen an einer ersten Einzahlung von mindestens 1 €. Diese 1 € ist die kleinste Einsatzschwelle im ganzen Vergleich und wahrscheinlich die wichtigste Zahl. Sie senkt die Einstiegshürde auf ein Niveau, auf dem ein Betrag von 1 € fast nichts ist — und sie bleibt trotzdem eine Einzahlung, mit allen Konsequenzen, die daran hängen.
Gibt es überhaupt Freebet-Angebote ohne Einzahlung? In dem, was die Anbieter selbst veröffentlichen, ist keines belegt. Was es gibt, sind Angebote, deren Einzahlungsschwelle so niedrig ist, dass sie praktisch wie keine wirkt — und das ist etwas anderes als eine Einzahlung ohne Kondition. Wer vorhat, ohne Einzahlung zu spielen, sollte die Einzahlungsgrenze als die eigentlich relevante Zahl lesen und die Höhe des versprochenen Geschenks danach.
tipp3: die Bewilligung, die ein Datum und eine Zahl trägt, und was die 5 Prozent daraus machen
tipp3 ist der Anbieter in dieser Liste, dessen Bewilligung sich bis zum Datum und zur Aktenzahl nachprüfen lässt: NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020, Bescheid der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020, Betreiberin die Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien. Unter allen zehn ist das die einzige Veröffentlichung, die einem Leser erlaubt, den Vorgang im Land nachzuschlagen statt dem Anbieter zu glauben. Wer Wert auf die Prüfbarkeit legt — und bei einer Bewilligungsfrage ist Prüfbarkeit der ganze Punkt —, findet sie hier.
Die Wettgebühr begegnet einem bei tipp3 in einer Form, die offen dokumentiert ist: Bei verlorenen Wetten trägt tipp3 nach eigener Angabe die Gebühr selbst, bei gewonnenen werden 5 Prozent des Gewinns abgezogen. Die Zahlen aus dem Rechenbeispiel: 10 € Einsatz, Quote 2,00, Bruttogewinn 20 €, Gebühr 1 €, möglicher Gewinn 19 €. Wer zwei Quoten vergleicht, eine bei tipp3 und eine bei einem Anbieter mit anderer Gebührenpraxis, vergleicht nicht zwei Preise, sondern zwei Modelle der Gebührenabwälzung. Der Ball liegt beim Buchmacher, und verschiedene Buchmacher spielen ihn verschieden.
Beim Geld ist tipp3 der einzige Anbieter im Vergleich mit einer ausdrücklichen Barzahlungsgrenze: Bargeld-Einzahlungen und Bargeld-Auszahlungen bei tipp3-Partnern sind auf maximal 1.000 € pro Woche begrenzt, und eingezahltes Guthaben muss einmal vollständig für Sportwetten eingesetzt werden, bevor es ausgezahlt werden kann. Die zweite Regel ist die, an die man sich erinnern sollte. Wer 500 € einzahlt und 500 € sofort zurückholen will, kann das nicht; er muss sie erst einmal vollständig durch ein Wettangebot schicken. Für einen Spieler, der mit dem Geld ohnehin wetten wollte, kostet die Regel nichts. Für einen, der die Einzahlung mit einer Reserve verwechselt, kostet sie eine Wette, die er nicht machen wollte.
Bei den Spielerschutzinstrumenten ist tipp3 der Anbieter mit der deutlichsten Staffelung: Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten mit Guthaben, das im Konto bleibt, Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren mit Guthaben, das auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen wird; beide nach dem Start nicht aufhebbar. Ein Neukundenangebot mit explizitem Bonusbetrag findet sich in den Angaben nicht.
Das Urteil: tipp3 ist der Anbieter für den Leser, der die Bewilligung selbst nachschlagen will und für den eine unumkehrbare Sperre ein Vorteil ist, kein Nachteil. Wer den Reiz einer Freiwette sucht, bekommt hier keinen quantifizierten Neukundenbonus — und wer die 5 Prozent des Gewinns schon kennt, kann mit dem 19-€-Beispiel selbst nachrechnen, was eine 1,50er und eine 4,00er Quote unter dieser Regel unterscheidet.
win2day: das reichhaltigste Gratisangebot im Vergleich und die Marke, die ihren Treffer nicht zurückgibt
win2day hat in dieser Zusammenstellung das konkreteste Freebet-Angebot: fünf FreeBets zu je 10 €, insgesamt 50 €, nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 €, drei Jahre nutzbar, nur für Einzelwetten, genau in Höhe des FreeBet-Betrags zu setzen, nicht auszahlbar. Die Bewilligung nennen die Sportwetten selbst: die NÖ Landesregierung, nach dem NÖ Wettgesetz — und dieselbe Quelle macht klar, dass das Sportwetten-Angebot damit außerhalb der Bestimmungen des Glücksspielgesetzes und außerhalb der Aufsicht des BMF bzw. des Finanzamts Österreich steht.
Die drei Jahre sind die eigentliche Stärke. Sie sind länger als alles, was die Erstbonus-Anbieter gewähren, und sie lassen einem Zeit, die fünf Gelegenheiten als das zu behandeln, was sie sind: fünf einzelne Wetten und nicht eine Verpflichtung. Man kann eine Freiwette in ein Fußball-Wochenende legen, die nächste drei Monate später; win2day muss die Wette bei einem Ausfall nicht verfallen lassen.
Die Regel, die den Wert begrenzt, kennt jeder Wettmarkt, und sie ist trotzdem überraschend: Bei Wetten, die als FreeBet gespielt werden, ist die Cash-Out-Funktion deaktiviert, und der mögliche Gewinn ergibt sich aus Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz abzüglich des FreeBet-Einsatzes. In einer Sportart, in der Cash-Out die häufigste Absicherung ist, fällt die Option bei genau dieser Wette weg. Gibt es Cashout bei einer mit Freebet gespielten Wette? Hier nicht, und das ist bei einem der wenigen Anbieter, die das ausdrücklich sagen, die belastbarste Antwort auf die Frage.
Beim Einzahlungslimit ist win2day die einzige Quelle einer klaren Zahl im ganzen Vergleich: bis 26 Jahre höchstens 250 € pro Woche, gerechnet Freitag bis Donnerstag; ab 26 Jahren höchstens 1.680 € pro Kalendermonat, auf Antrag individuell erhöhbar; Gewinne zählen nicht zum Limit. Auszahlungen gehen auf das registrierte Bankkonto, Auszahlungsgebühren trägt der Spieler, und Gewinne werden dem elektronischen Guthaben gutgeschrieben und können vier Wochen lang beansprucht werden, wenn sie nicht gutgeschrieben wurden.
Das Urteil: win2day ist der Anbieter für den, der das Geschenk nutzen will und die Frist wirklich zu schätzen weiß — drei Jahre sind die einzige Frist in diesem Vergleich, die nicht dazu drängt, und wer nicht ohnehin in vier Wochen weiterspielen wollte, verliert durch Warten nichts. Der Preis dafür ist die deaktivierte Absicherung: Wer während einer Livewette aussteigen möchte, muss das bei einer Freiwette vergessen.
Admiral: die Bewilligung, bei der nur die Marke aus Wien spricht
Admiral trägt eine Bewilligung der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz, Betreiberin ist die ADMIRAL Sportwetten GmbH. Diese Zahl ist für sich genommen ausreichend, um die Bewilligungsfrage zu beantworten — sie sagt einem nur nicht, wann und unter welcher Nummer sie erteilt wurde. Wer die Behörde anschreiben will, hat einen Adressaten, aber keine Akte.
Der Rest des Bildes ist geprägt von Umbrüchen. Die ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen gehörte zur Novomatic-Gruppe; gegründet hat sie Walter Grubmüller; an der Wiener Börse war sie von 2001 bis 2006 notiert. Wer wissen will, wer heute hinter einer Marke steht, findet die Antwort in der Gegenwart nicht so leicht wie einst am Kurszettel.
Bei den Neukundenaktionen gibt es keine konkreten Bonusbedingungen. Wer zu Admiral kommt, kommt also nicht wegen eines versprochenen Geschenks, sondern wegen einer langen Wettannahmestelle-Tradition und eines Netzes, das bis in die Trafiken reicht. Das ist für manchen die richtige Entscheidung und für einen Neukunden, der einen ersten Gratisversuch sucht, die falsche Reihenfolge.
Das Urteil: Admiral ist eine der Adressen für einen, der den persönlichen Weg zur Wettannahmestelle geht und die Bewilligung nach dem Oö. Wettgesetz als ausreichend präzise akzeptiert. Wer dagegen schaute, dass die Adresse am Wettbüro im Schaufenster hängt, hat hier viel davon; wer eine Freiwette sucht, findet keine.
Vierklee: ein präziser Behördenbezeichner und ein Bonus ohne Regeln
Vierklee ist der Anbieter mit der saubersten Zitierweise in der Bewilligungsfrage: Das Onlineangebot wird laut Startseite unter der Lizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung betrieben, Betreiberin ist die Vierklee Wettbüro GmbH. Die Zl. enthält die Behörde und die Zahl; wer nachfragen will, hat einen Anknüpfungspunkt.
Auf der Neukundenseite klafft dagegen eine Lücke. Vierklee kündigt einen Bonus von bis zu 100 € an; konkrete Bonusbedingungen nennt die Info-Seite nicht. Kein Umsatzfaktor, keine Mindestquote, keine Frist. Ein Leser weiß damit, dass ein Betrag existiert, nicht, was er kostet. Ein Haus mit dieser Bewilligung hätte auch die Bedingungen publizieren können; eine Bewilligung nach Landesrecht verleiht keine Auskunftspflicht in Vertragsbedingungen.
Das Urteil: Vierklee ist der Anbieter für den, der eine präzise Bewilligungsangabe über einen schnellen Vergleichsgewinn stellt — und der bereit ist, die Bedingungen vor der Einzahlung per Rückfrage zu klären, statt sie aus der Startseite zu lesen.
Merkur Bets: eine neue Marke mit alter Bewilligung und ohne publizierte Nummer
Merkur Bets ist die österreichische Sportwettensparte der Merkur Group, früher Cashpoint Sportwetten mit Sitz in Gerasdorf bei Wien, gegründet 1996; seit Juni 2025 tritt das Geschäft unter der Marke Merkur Bets auf. Die Bewilligung liegt nach Landesrecht vor; welche Stelle sie erteilt hat, wird nicht veröffentlicht, und ein Betreiber nennt sich nicht.
Ein Anbieter, der eine Bewilligung hat, aber die Behörde nicht nennt, gibt dem Leser eine halbe Bewilligungsangabe. Wer die Frage stellt, ob er sich lieber an eine bayerische oder eine österreichische Adresse wendet, bekommt keine Antwort. Diese Zurückhaltung ist kein Anzeichen für eine fehlende Bewilligung — der Anbieter nennt sie ja —, sondern für eine Selbstverständlichkeit: Wer die Behörde nicht nennt, hat keinen Grund, es nicht zu tun. Welche Bedingungen bei einer Bewilligung nach einem österreichischen Landesgesetz gelten, sagt einem ein Blick ins Gesetz; was der Anbieter tut, steht in seinen eigenen Angaben.
Ein Neukundenangebot für Sportwetten ist in den eigenen Angaben nicht zu finden. Wer Merkur Bets wählt, wählt eine Bewilligung, keine Aktion.
Das Urteil: Merkur Bets ist der Anbieter für den, der die alte Cashpoint-Tradition kennt und das Angebot fortsetzen will — und der die Bewilligung als Markenbestandteil akzeptiert, ohne eine Akte zu verlangen. Wer eine Aktion sucht, kommt zu spät oder an den falschen Ort.
Starsportwetten: die Bewilligung mit Datum und ohne Land
Starsportwetten ist der Fall, bei dem die Bewilligung belegt, aber nicht zurechenbar ist. Der Google-Play-Eintrag nennt einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erteilt wurde; die Bewilligung führt kein Bundesland und keine Bescheidnummer. Betreiberin ist laut Markenauftritt die Star Sportwetten GmbH. Die städtische Spielhalle und die App erscheinen damit im selben Zulassungsrahmen, aber die Behörde bleibt ungenannt.
Für den Leser ändert das die Einschätzung nicht dramatisch, aber es ändert, was er tun kann. Schreibt er dem Anbieter, wird er eine Auskunft bekommen. Schreibt er der Behörde, muss er wissen, welche — ein Anruf bei der Wiener Landesregierung hilft nur, wenn Wien zuständig ist. Insgesamt: eine Bewilligung mit Datum, ein Anbieter ohne Rechenzentrum, das man als Standort bezeichnen müsste, und kein Neukundenangebot in den eigenen Angaben.
Das Urteil: Starsportwetten ist die richtige Wahl für den, der die App als Hauptkanal nutzt und die Bewilligung als Beleg akzeptiert; wer die Behörde vorab selbst anrufen will, findet hier eine Bewilligung ohne Ansprechstelle.
Winz.io: kein österreichischer Ansprechpartner, aber das breiteste Sportangebot
Winz.io ist der erste der vier Anbieter ohne österreichische Bewilligung. Als Lizenz führt die Marke die Tobique Gaming Commission 0000002 und eine Anjouan-Lizenz ALSI-202508056-FI2 an. Das sind Erlaubnisse, die keine Landesbewilligung sind; der Status des grenzüberschreitenden Angebots hängt vom Landesrecht des jeweiligen Bundeslandes ab und wird vor Gericht ausgetragen. Als Faktum bleibt: Für Sportwetten auf österreichischem Staatsgebiet gibt es keine erteilte Bewilligung im Sinne der Landesrechte. Wer bei Winz.io wettet, wettet nicht nach einem österreichischen Genehmigungsregime, und die Landessperren reichen nicht zu ihm.
Beim Angebot hat Winz.io eine der breitesten Sportpaletten: Sportwetten auf mehr als 30 Sportarten, darunter Fußball, Basketball, Tennis und eSports, dazu eine Rubrik „Welcome Sports Bonus“. Einzahlungen und Auszahlungen laufen über Kryptowährungen wie BTC, ETH, LTC, BCH, DOGE, USDT, BNB, ADA, TRX, XRP und SOL.
Bei den Bonusbedingungen ist Winz.io der Anbieter der Krypto-Gruppe mit der deutlichsten Kondition: Der Willkommensbonus geht bis zu 10.000 $ oder 130 mBTC, und die Marke wirbt damit, dass er ohne Umsatzanforderung ausgezahlt wird; dazu kommen 20 % tägliches Cashback ohne Limit und ein Treueprogramm, das bis zu 35 % Rewards bietet. Die Bedingungen des Sport-Angebots sind damit nicht beschrieben — das sind Casino-Konditionen. Wenn ein Anbieter auf seiner eigenen Seite damit wirbt, dass keine Umsatzbedingung an Boni geknüpft ist, ist das eine Angabe, die man prüfen kann, und man sollte sie prüfen.
Das Urteil: Winz.io ist die Adresse für den, der sein Wetten ohnehin in Krypto abwickelt und die 5-Prozent-Gebühr bereits kennt — und der akzeptiert, dass der einzige belastbare Teil des Bonusversprechens eine Marketingaussage ist, die allein auf der Anbieterseite steht. Dass der Werberahmen ein Krypto-Casino und keine österreichische Sportwettenmarke ist, bleibt beim Vergleich der Preisgestaltung ein Bruttopreis: Der Gebührenvorteil eines Anbieters außerhalb des österreichischen Regimes ist nicht nachweisbar, die Gebühr wird nicht externalisiert — der Kunde zahlt sie in jedem Fall.
Bonus – wettquotenat
Inhalt erstellt vom Team «wettquotenat»
